Journée Personne âgée

IMG_8026Zum 1. Oktober, dem Internationalen Tag des älteren Menschen, organisiert die „Association Luxembourgeoise de Gérontologie/Gériatrie“ (ALGG)  ihre alljährlich stattfindende „Journée de Gérontologie“.

Über 100 Teilnehmer aus dem professionellen Pflegebereich erhalten Einblicke in verschiedene Ansätze, die die ganzheitliche Versorgung, das Wohlbefinden und die Autonomie im Alter in den Mittelpunkt stellen.

Die Präsidentin Dr Carine Federspiel empfängt die anwesenden Fachkräften gemeinsam mit Familienministerin und Schirmherrin Corinne Cahen.

12 Oktober 2016:

Suchtererkrankt und wohnungslos im Alter :

Ein kontroverses Thema, das auch in Luxemburg zunehmend an Bedeutung gewinnt, stand im Mittelpunkt der « 31e Journée de Gérontologie », die am 12. Oktober in Walferdange stattfand. Sie wurde von der « Association Luxembourgeoise de Gérontologie/Gériatrie » (ALGG) in Zusammenarbeit mit der « Société Médicale Luxembourgeoise de Gériatrie et de Gérontologie » organisiert.

Auf der diesjährigen « Journée » wurde die Problematik Sucht im Alter vor rund 100 Teilnehmern mit verschiedenen Vorträgen anschaulich diskutiert. An zwei Beispielen aus Deutschland wurde zunächst verdeutlicht, welche konkreten Möglichkeiten der stationären Versorgung dort momentan für wohnungslose, suchtkranke Menschen zur Verfügung stehen. Dr. Gerd Reifferscheid schilderte sehr fundiert seine Erfahrungen als Referent für Sucht- und Gesundheitshilfen beim Katholischen Männerfürsorgeverein München. Hauptgründe für einen Aufenthalt in der Langzeithilfe seien Alkoholmissbrauch, körperliche Krankheiten sowie psychische Erkrankungen. Letztere seien bei dieser Population immerhin viermal höher als bei der Normalbevölkerung. Geleistet werden müssten u.a. eine intensive pädagogische Hilfestellung, Unterstützung lebenspraktischer Fähigkeiten sowie tagesstrukturierende Maßnahmen und pflegerische Hilfen. Gute Ergebnisse habe man auch mit Programmen im Rahmen eines Anti-Gewalt-Trainings sowie kontrollierten Trinkens in sog. “nassen Einrichtungen” gemacht. “Die Exzesse fallen weg, es wird weniger konsumiert, und es besteht eine echte Chance zum Ausstieg”, so Reifferscheid. Klar sei aber auch, dass eine Unterbringung in traditionellen Altenheimen aufgrund der besonderen sozialen Probleme und der Suchtproblematik sehr schwierig bis unmöglich seien: “Da oft Compliance und Krankheitseinsicht fehlen, bedeutet Pflege in diesem Fall einen ständigen Aushandlungsprozess zwischen Personal und Klientel. Deren Verhalten schwankt zwischen Rückzug und Kontaktverweigerung bis hin zu Distanzlosigkeit und Belästigung gegenüber Mitbewohnern und Personal. Supervision, Schulung und fachliche Beratung sollten regelmäßig angeboten und durchgeführt warden, um eine Überforderung der Mitarbeiter zu vermeiden.” Die ehemals Wohnungslosen erlebten es in der stationären Hilfe dagegen als positiv, ein eigenes Zimmer zu haben, zur Ruhe zu kommen, gehört und akzeptiert zu werden, ihren Alltag gestalten zu können, keinen Therapiedruck mehr zu verspüren. Kurz, sie erleben einen Gewinn an Lebenszeit.

Ute Jenniches, Altenpflegerin, und Peter Wenzel , Krankenpfleger, stellten anschließend sehr lebensnah und praktisch den Wohnbereich “Villa” vor, der auf dem Gelände eines Altenheims der Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder des heiligen Franziskus in Düsseldorf angesiedelt ist. Dort stehen anstelle eines komplett durchgeplanten Konzepts eher die individuelle Hilfestellung zur Bewältigung des Alltags und der Freizeitgestaltung sowie die Anleitung zum Ausgleich eines Selbstpflege- und Selbstversorgungsdefizits im Zentrum der Arbeit. Ziel ist auch hier keine komplette Abstinenz, sondern “ein Leben mit Hilfe eines kontrollierten Alkoholkonsums, damit für die BewohnerInnen ein Leben in Würde ermöglicht werden kann.

Deutlich schwieriger gestaltet sich die Lage allerdings bei Langzeitkonsumenten illegaler, harter Drogen. Jean-Nico Pierre, Direktor der Luxemburger “Fondation Jugend- an Drogenhëllef, betonte die ambivalente, bis dato ungeklärte rechtliche Situation im Umgang mit illegalen Drogen im stationären Bereich. Zukunftsweisend könnte dabei u.U. das Projekt DAWO (Dauerwohneinrichtung „stationäres Wohnen“ für alternde chronisch Drogenabhängige) im westfälischen Unna sein. Hier sind der Konsum von Drogen und Alkohol innerhalb des Hauses verboten, aber “vor der Tür” sowie in Absprache mit Polizei und Staatsanwaltschaft den Klienten erlaubt. Der Psychiater Dr. Jean-Marc Cloos plädierte abschließend für einen dringend notwendigen Austausch zwischen Geriatrie und Suchtmedizin sowie verbesserte Übergänge zwischen ambulanter und stationärer Therapie: “Wir müssen die Ghettoisierung der Behandlung und Begleitung älterer Drogenabhängiger aufbrechen sowie eine Kriminalisierung vermeiden, denn sie ist das Tor zum medizinischen Desaster”, warnte Cloos eindringlich.
Im Verlauf der Veranstaltung wurde deutlich, dass es im Ausland schon einige erste Antworten im Hinblick auf die Versorgung und Begleitung suchterkrankter und wohnungsloser Menschen gibt. In Luxemburg scheinen die Fragen nach einer adäquaten, juristisch abgesicherten Unterbringung momentan allerdings noch spürbar zu überwiegen.

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7. OCTOBRE 2015: LA DEPRESSION DE LA PERSONNE AGEE

-Prof Charles Pull:  Diagnostic et Traitements de la dépression chez la    personne âgée                                                                                                                               -Jacques Reitz: Diagnostics infirmiers de la dépression                                             -Elisabeth Alves: La dépression de la personne âgée à domicile

Octobre 2014: PREVENTION DE LA FRAGILITE

Dr. Pascale Cornette, gériatre, hôpitaux universitaires St Luc . En utilisant différents modèles, la recherche épidémiologique montre que la fragilité est associée à des événements de santé négatifs comme les troubles de la mobilité, l’hospitalisation, le déclin fonctionnel avec besoin d’aides et risque d’institutionnalisation.  Il est possible de détecter la fragilité, même en pratique courante.  Identifier la fragilité permet de sélectionner de façon plus appropriée les patients pour des traitements ou procédures lourdes, d’anticiper des complications.

Thesi Zak Wie man mit Motogeragogik so manches und so manchen bewegen kann, mit dieser dieser Methode soll älteren und/oder dementen Menschen wieder die Freude an Bewegung vermittelt werden und zwar ohne sie „anzuleiten, sie dafür aber anzuregen“.

Dr. Jean-Claude Leners, Geriater und Palliativmediziner Die belebende und positive Wirkung von Musik im Alter. Insbesondere Menschen mit Demenz sind durch Musik bis zuletzt in ihren Emotionen erreichbar, da individuelle Musikvorlieben auch im fortschreitenden Verlauf der Erkrankung erhalten bleiben.

 

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